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Aktuelles

Landwirtschaftliche Ställe – von den Architekten vernachlässigt

Am 19. September 2020 organisiert der Heimatschutz Südbünden eine Veranstaltung zum Thema Landwirtschaftliche Ställe. Diese wachsen, weil auch die Betriebe wachsen, ihr Aussehen ist einheitlich und Rücksicht auf die Topographie eher Glücksache. Denn während die Architektur dieses Gebiet weitgehend vernachlässigt, kümmern sich einige Stallbaufirmen intensiv um diesen Markt. Mit dem Ergebnis, dass die Ställe zwar funktional sind, aber von Lausanne bis Landquart gleich aussehen, regionale Unterschiede oder gar eine Identität sucht man vergebens. 

Dabei ist es möglich, funktionale, eigenständige und der Topographie angepasste Ställe zu bauen, wie diverse Beispiele zeigen. 

Oscar Duschletta vom Plantahof, Daniel Walser von der Fachhochschule Chur, die Architektin Tinetta Rauch, ein Stallplaner, der Bauer Fadri Stricker und Rahel Marti, Architekturredaktorin vom Hochparterre beleuchten in Diskussionen und Referaten dieses Spannungsfeld.

Samstag, 19. September 2020, 14.00 Uhr, Stall Crusch in Sent (Crusch).

Anmeldungen unter 079 438 50 08 oder juerg(at)schurnalist.ch


Kulturerbe 2018/Die Heimat mit eigenen Augen sehen

Der Heimatschutz Engadin und Südtäler organisierte vier Veranstaltungen in vier verschiedenen Talschaften.

Auf dem Programm standen Samnaun, Sta. Maria, Susch und Bondo. All diese Orte zeigten uns Persönlichkeiten, welche enge Beziehungen zu den jeweiligen Objekten haben und dadurch anregten, ihre ganz spezielle Heimat mit eigenen Augen zu sehen.  

Nachfolgend einige Impressionen der Veranstaltungen

Samnaun einmal anders.

Anschliessend an die Generalversammlung der Sektion Engadin und Südtäler führten der Künstler Donat Caduff und der Tourismusdirektor von Engadin Scuol Samnaun Val Müstair, Ludwig Jenal durch Samnaun. Caduff deshalb, weil er dem Dorf in seinem jüngsten Buch «Das Hyperdorf» ein Kapitel gewidmet hat. Ihm gelang es ausgezeichnet, das Phänomen Samnaun näherbringen, das sich zwischen Illusionen und Tatsachen bewegt und im Spannungsfeld zwischen Tourismus, Raumentwicklung und Heimatliebe steht. Jenal übernahm derweil quasi den Part des Übersetzers oder Einordners, ebenfalls ausgezeichnet.

Grande Guerra. Samstag, 21. Juli 2018, 10.30 bis 15.00 Uhr

Beginnend im Museum Stelvio-Umbrail rollten Kantonsarchäologe Thomas Reitmaier und David Accola vor einem guten Dutzend interessierter Zuhörer und Zuhörerinnen nochmals die Geschichte des «Grande Guerra», des ersten Weltkriegs auf und führten durchs Museum. Danach ging es von der Wärme an die Kälte, nämlich auf den Stelvio, wo die beiden die  übriggebliebenen Befestigungsanlagen auf den umliegenden Gipfeln zeigten und dabei die eine oder andere überlieferte Anektode aus dem Krieg zum besten gaben. Die kühlen Temperaturen verlangten danach nach Aufwärmen – bei einem Heissgetränk in gemütlicher Runde. 

Das Muzeum in Susch. Samstag, 28. Juli 2018

Gut 80 Personen wollten einen Blick ins neue Muzeum in Susch werfen. Als Bauherrin fungiert die wohlhabende polnische Kunststammlerin Grazyna Kulczyk, welche die ehemalige Brauerei in Susch gekauft hat, dazu zwei umliegende Gebäude und nun daran ist, ein eigentliches Museumsquartier einzurichten. Zwar gab es vom Muzeum nur den Eisturm mit der Skulptur von Monika Sosnowska zu sehen. Die Dimensionen des ganzen liessen sich aber trotzdem erahnen. Die Architekten Lukas Voellmy und Chasper Schmidlin, sowie die neue Museumsdirektorin Mareike Dittmer führten durchs Museum und das Künstlerhaus, erklärten Entstehund und Zukunft und vermochten die Anwesenden mit ihren Ausführungen zu fesseln.

Landwirtschaft und Landschaft

Im vergangenen Jahr führte der Heimatschutz Engadin und Südtäler eine gutbesuchte Veranstaltung zum Thema «Landwirtschaft und Landschaft» durch. 

Cordula Seger, Kulturwissenschafterin und designierte Leiterin des Instituts für Kulturforschung Graubünden, blickte im Einstiegsreferat am Bahnhof auf die jüngere Entwicklung der Landwirtschaft und deren Auswirkungen, erläuterte die aktuelle Situation und gab einen Ausblick in die Zukunft. Kantonsarchäologe Thomas Reitmaier erklärte anhand der verbliebenen Siedlungsstruktur der Ruinen von Gonda wie die Landwirtschaft in grauen Vorzeiten funktionierte und welches ihr Einfluss auf die Landschaft war. Unterwegs erklärte der Botaniker Walter Dietl laufend wie sich die Flora durch die Bewirtschaftung veränderte und wies auf Zeigerpflanzen für intensive oder extensive Bewirtschaftung hin.

 

 

Gärten in drei Klimastufen

Vom 15. bis zum 17. Juli fanden Exkursionen in Bondo, S-chanf und Lavin zum Thema Gärten auf verschiedenen Klimastufen statt.

Gut 200 Personen vertieften sich während der Tage in Kulturgärten und Gartenkultur. Für alle, dies verpasst haben, hier ein paar Impressionen.


Kulturerbejahr