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Aktuelles

Kulturerbe 2018/Die Heimat mit eigenen Augen sehen

Der Heimatschutz Engadin und Südtäler organisiert vier Veranstaltungen in vier verschiedenen Talschaften.

Auf dem Programm stehen und standen Samnaun, Sta. Maria, Susch und Bondo. All diese Ort zeigen und zeigten uns Persönlichkeiten, welche enge Beziehungen zu den jeweiligen Objekten haben und dadurch anregen, ihre ganz spezielle Heimat mit eigenen Augen zu sehen. 

An den ersten drei Stationen waren wir bereits, ans Herz legen möchten wir euch noch die Veranstaltung in Bondo.

Bondo ein Jahr nach dem Bergsturz. Samstag, 11. August 2018; 11.30 bis 13.30 Uhr

Vier leidenschaftliche Bondariner oder Wahl-Bondariner zeigen uns das idyllische Bergdorf Bondo, welches letztes Jahr von einem Bergsturz heimgesucht wurde. Es sind dies Archäologe Peter-Andrew Schwarz aus Basel, Romeo Picenoni, ehemaliger Stadtingenieur von Sursee sowie Patrizia Guggenheim und Ursi Gunziger, beide im Vorstand des Heimatschutzes Südbünden und wohnhaft in Bondo. Anmeldungen bei Patrizia Guggenheim: guggenheim(at)varlin.ch 

 

Nachfolgend einige Impressionen der anderen Veranstaltungen

Samnaun einmal anders. Samstag, 14. Juli 2018, 13.30 bis 16.00 Uhr

Anschliessend an die Generalversammlung der Sektion Engadin und Südtäler führten der Künstler Donat Caduff und der Tourismusdirektor von Engadin Scuol Samnaun Val Müstair, Ludwig Jenal durch Samnaun. Caduff deshalb, weil er dem Dorf in seinem jüngsten Buch «Das Hyperdorf» ein Kapitel gewidmet hat. Ihm gelang es ausgezeichnet, das Phänomen Samnaun näherbringen, das sich zwischen Illusionen und Tatsachen bewegt und im Spannungsfeld zwischen Tourismus, Raumentwicklung und Heimatliebe steht. Jenal übernahm derweil quasi den Part des Übersetzers oder Einordners, ebenfalls ausgezeichnet.

Grande Guerra. Samstag, 21. Juli 2018, 10.30 bis 15.00 Uhr

Beginnend im Museum Stelvio-Umbrail rollten Kantonsarchäologe Thomas Reitmaier und David Accola vor einem guten Dutzend interessierter Zuhörer und Zuhörerinnen nochmals die Geschichte des «Grande Guerra», des ersten Weltkriegs auf und führten durchs Museum. Danach ging es von der Wärme an die Kälte, nämlich auf den Stelvio, wo die beiden die  übriggebliebenen Befestigungsanlagen auf den umliegenden Gipfeln zeigten und dabei die eine oder andere überlieferte Anektode aus dem Krieg zum besten gaben. Die kühlen Temperaturen verlangten danach nach Aufwärmen – bei einem Heissgetränk in gemütlicher Runde. 

Das Muzeum in Susch. Samstag, 28. Juli 2018, 10.00 bis 12.00 Uhr

Gut 80 Personen wollten einen Blick ins neue Muzeum in Susch werfen. Als Bauherrin fungiert die wohlhabende polnische Kunststammlerin Grazyna Kulczyk, welche die ehemalige Brauerei in Susch gekauft hat, dazu zwei umliegende Gebäude und nun daran ist, ein eigentliches Museumsquartier einzurichten. Zwar gab es vom Muzeum nur den Eisturm mit der Skulptur von Monika Sosnowska zu sehen. Die Dimensionen des ganzen liessen sich aber trotzdem erahnen. Die Architekten Lukas Voellmy und Chasper Schmidlin, sowie die neue Museumsdirektorin Mareike Dittmer führten durchs Museum und das Künstlerhaus, erklärten Entstehund und Zukunft und vermochten die Anwesenden mit ihren Ausführungen zu fesseln.

Landwirtschaft und Landschaft

Im vergangenen Jahr führte der Heimatschutz Engadin und Südtäler eine gutbesuchte Veranstaltung zum Thema «Landwirtschaft und Landschaft» durch. 

Cordula Seger, Kulturwissenschafterin und designierte Leiterin des Instituts für Kulturforschung Graubünden, blickte im Einstiegsreferat am Bahnhof auf die jüngere Entwicklung der Landwirtschaft und deren Auswirkungen, erläuterte die aktuelle Situation und gab einen Ausblick in die Zukunft. Kantonsarchäologe Thomas Reitmaier erklärte anhand der verbliebenen Siedlungsstruktur der Ruinen von Gonda wie die Landwirtschaft in grauen Vorzeiten funktionierte und welches ihr Einfluss auf die Landschaft war. Unterwegs erklärte der Botaniker Walter Dietl laufend wie sich die Flora durch die Bewirtschaftung veränderte und wies auf Zeigerpflanzen für intensive oder extensive Bewirtschaftung hin.

 

 

Gärten in drei Klimastufen

Vom 15. bis zum 17. Juli fanden Exkursionen in Bondo, S-chanf und Lavin zum Thema Gärten auf verschiedenen Klimastufen statt.

Gut 200 Personen vertieften sich während der Tage in Kulturgärten und Gartenkultur. Für alle, dies verpasst haben, hier ein paar Impressionen.

Generalversammlung 2018

Am 14. Juli 2018 fand die Generalversammlung des Heimatschutzes Engadin und Südtäler in Samnaun statt.

An der Versammlung wurden die drei neuen Vorstandsmitglieder Franziska Preisig aus Samedan, David Spinnler aus dem Val Müstair und Arianna Nussio aus dem Puschlav gewählt. Der Vorstand freut sich und gratuliert herzlich zur Wahl. Dem abtretenden Vorstandsmitglied Christoph Rösch dankt er für seinen grossen Einsatz zugunsten des Heimatschutzes in den letzten Jahren.

 


Kulturerbejahr