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Protokolle

Protokoll der GV vom 2. 12. 2016

Anwesend: 10 Mitglieder (inkl. Vorstand)

Entschuldigt: Gemeinde Silvaplana, Marcel Fischer, Johannes Etter, Urezza Famos

1. Begrüssung

Patrizia Guggenheim als Präsidentin begrüsst die Anwesenden.

2. Wahl der Stimmenzähler

Angelika Luzi wird einstimmig als Stimmenzählerin gewählt.

3. Protokoll

Das Protokoll der letzten Generalversammlung wird genehmigt.

4. Jahresbericht 2016

Der Jahresbericht der Präsidentin wird als Anhang verschickt.

Ursi Gunziger berichtet aus ihrer Arbeit in der Uferschutzkommission des St. Moritzer Sees. Sie führt aus, dass es viele Bestrebungen gebe, das Seeufer zu möblieren und/oder als Werbefläche zu missbrauchen. Gemeinsam mit dem Gemeinderat St. Moritz würden sie aber immer wieder gute Lösungen finden, einen allzu starken Wildwuchs einzudämmen.

Angelika berichtet von der DV des Schweizer Heimatschutzes, die alles andere als langweilig war, auch weil sich einzelne Sektionen gegen eine zu starke Zentralisierung wehrten.

Jürg wird als quasi Geschäftsführer vorgestellt, er soll auch etwas Geld für seine Arbeiten erhalten (siehe Punkt 6.

Patrizia verweist auf den Mitgliederbestand von 148, gegenüber knapp 250 des Heimatschutzes Graubünden. (Bezogen auf die Einwohner pro Gebiet erreicht die Südbündner Sektion 0.6 Prozent der Bevölkerung während die Bündner auf 0.3 Prozent kommen.)

5. Rechnung

Andreas Weisstanner präsentiert die Rechnung, diese schliesst mit einem Gewinn von 1751.45 Fr. das Vermögen beträgt etwas mehr als 100 000 Fr.

Weisstanner verliest den Revisorenbericht, welcher dem Kassier eine gute Arbeit bescheinigt und die Rechnung zur Annahme empfiehlt.

Die Versammlung genehmigt die Rechnung einstimmig und erteilt dem Buchhalter Decharge.

6. Kostendach Arbeiten Jürg

Jürg Wirth soll für seine Arbeiten Geld erhalten, dafür wird ein Kostendach von 3000 Fr. vorgesehen, es ist allerdings die Idee, dass nicht sämtliches Geld aufgebraucht werden soll.

Das Kostendach wird einstimmig genehmigt.

7. Varia

Christof Rösch fragt sich woher der Mitgliederschwund bei der Sektion kommt. Dabei zieht er den Vergleich mit dem Verein Nossa Staziun für den Erhalt des Bahnhofs Lavin, der in knapp einem Monat gut 400 Mitglieder geworben hat.

In der anschliessenden Diskussion kristallisiert sich heraus, dass ein scharfes Profil wichtig ist, weil sich dieses auch gut «verkaufen» lässt. Rösch bringt als Beispiel in diese Richtung, die Sanierung des Kalkofens in Sur En. Jürg schlägt vor eine Veranstaltung zur Veränderung der Landschaft durch die Bauern mittels Bewirtschaftung zu machen.

Danach ergreift Neumitglied Robert Obrist aus St. Moritz das Wort. Er hält ein flammendes Referat für die Fusion mit dem Heimatschutz Graubünden. Dieses Thema wird zwar nicht abschliessend aber doch ausführlich und kontrovers diskutiert. Am 20. Januar 2017 soll sich eine Delegation der Südbündner Sektion mit einer aus Chur treffen, um weitere Schritte zu besprechen.

Die Sitzung schliesst um 20.45 Uhr und der Abend klingt beim Fondue aus.

Lavin, 11. Januar 2017                                                                                                         Für das Protokoll                                                                                                                                      Jürg Wirth, Aktuar

Generalversammlung vom 4.12.2015

Ab 18.00 Besichtigung des Depots des Engadiner Museums mit Charlotte Schütt, Museumsleitung

Entschuldigt: 12 Pers.

 


Traktanden

1. Begrüssung und Wahl der Stimmenzähler

2. Protokoll der Generalversammlung vom 29.11.2014 in Samedan

3. Jahresbericht 2014/2015

4. Rechnung und Revisionsbericht 2014

5. Zusammenarbeit mit der Sektion Bündner Heimatschutz

6. Wahlen

7. Ehrungen

8. Varia

 

2. Begrüssung und Wahl der Stimmenzähler

Die Präsidentin Frau Patrizia Guggenheim begrüsst die anwesenden Mitglieder.

Johannes Etter wird einstimmig zum Stimmenzähler und Angelika Luzi zur Protokollführerin des Abends ernannt.

 

3. Protokoll

Das Protokoll vom Nov. 2014 wird einstimmig genehmigt.

Herzlichen Dank an Herr Hans Lozza für das Verfassen.

 

4. Jahresbericht der Präsidentin und des Vorstandes

Der Heimatschutz Engadin und Südtäler hat an vier Sitzungen zu den verschiedenen Sachvorlagen Stellung genommen.

Wakkerpreis Bergell

Eines der grössten Highlights in diesem Sommer war sicher die Verleihung des Wakkerpreises am 22. August 2015 an das Bergell.

Frau Guggenheim und Frau Gunziger haben mit grossem Engagement zum guten Gelingen beigetragen.

Die Bündner Talschaft hat die bestehende wertvolle Baukultur und die intakte Kulturlandschaft als Standortvorteile erkannt. Gemeinschaftlich entwickelte Strategien, eine Sensibilisierung der Bevölkerung und die frühzeitige Beratung am Einzelobjekt ermöglichen mit geringem Aufwand den Erhalt der gebauten Identität und fördern hochwertige zeitgenössische Architektur.

Die Diskussion um die gebaute Zukunft der Schweiz ist aktuell vom allgegenwärtigen Schlagwort der "Verdichtung" geprägt. Dabei geht vergessen, dass zahlreiche Regionen der Schweiz mit Fragen der Abwanderung und dem Verlust von Infrastrukturen zu kämpfen haben.

Der Schweizer Heimatschutz würdigt mit dem Wakkerpreis 2015 eine Talschaft am Rande der Schweiz, die aus dem baukulturellen Erbe die Kraft schöpft, eine eigenständige Entwicklung voranzutreiben. Der Willen zum Erhalt der eigenen Identität ermöglicht selbständige und kreative Lösungsansätze für Herausforderungen wie den Zweitwohnungsbau, die Abwanderung oder die Entleerung der Dorfkerne.

Die Fusion der fünf Gemeinden im Tal 2010 eröffnete die Chance, mit einer Gesamtstrategie bestehende Stärken zu erkennen und daraus neue Ziele zu formulieren, die einen Mehrwert für das ganze Tal schaffen. So wurde die intakte Kulturlandschaft, die bis heute eine einmalige Symbiose von Landschaft und Siedlung darstellt, als wertvoller Standortvorteil erkannt – nicht nur für den Tourismus sondern auch für die Wohn- und Lebensqualität.

 

Grundstücke in Zuoz 2024 und 2025

Die Familie Könz aus Zuoz möchte mit dem H.S.E.S einen Dienstbarkeitsvertrag abschliessen. Der Vorstand ist einverstanden und dass rechtliche Prozedere wird eingeleitet.

Liegenschaft Nr. 109 und 110 in Samedan: Dienstbarkeitsvertrag und Parkanlage

Am 4.8. 2015 fand eine Begehung durch Frau Guggenheim, Johannes Florin Denkmalpflege GR und der Eigentümerin Familie Merz, sowie dessen rechtlichen Vertreter Her Thomas Nievergelt statt.

Stellungnahme Umfahrung La Punt

Frau Guggenheim und Frau Luzi haben eine Stellungnahme zu Handen der Gemeinde La Punt/Madulain und des Tiefbauamtes des Kt. GR verfasst.

Finanzielle Unterstützungen diverser Projekte:

Podiumsdiskussion Wakkerpreis in Salecina/Maloja

Restaurierung einer gotischen Uhr im Engadiner Museum

Gesuch der Baukommission Engadiner Museum um finanzielle Unterstützung für die Restaurierung des Steindaches.

Unterstützung für das Buchprojekt von Diego Giovanoli wird auf 2016 verschoben.

 

In Abklärung/Vorbereitung

Der Schweizer Heimatschutz plant im Sommer 2016 die Veranstaltungsreihe "Gärten und Parks in der Schweiz".

Wir werden uns mit drei Führungen in Bondo, S-chanf und Lavin beteiligen.

15. Juli 2016 Bondo: Guggenheim P.

16. Juli 2016 S-chanf: Luzi A.

17. Juli 2016 Lavin: Rösch C. und Wirth J.

 

Steivan Könz/Kunstwerk Hotel Meisser Guarda

In einer schriftlichen Anfrage an den HSES von Constant Könz, wird darauf hingewiesen dass, das von den Schülern in Guarda in Zusammenarbeit mit Steivan Könz erstellte Graffito in einem schlechten Zustand ist. Eine sanfte Renovierung könnte das einmalige Werk retten. Rösch C. wird mit den folgenden Institutionen Kontakt aufnehmen: Beno Meisser Hotel Meisser, Pro Guarda, Tourismusorganisation und der Denkmalpflege GR.

Vertretungen in anderen Organisationen

Uferschutzkommission St. Moritz: Ursi Gunziger

Anfrage: Ausstellung eines Tesla Autos am See

Anfrage: Aufstellen eines übergrossen Trampolins am See

Erstellen einer Beleuchtung des Seeweges von der Meierei bis zum See Ende Bad

Alle drei Anfragen wurden nicht bewilligt.

Pro Lei da Segl: Patrizia Guggenheim

Stall Isola: Rekurs zurückgezogen

Engadiner Museum: Rohbau abgeschlossen und die Arbeiten gehen gut voran

Regionalplanungskommission Oberengadin: Angelika Luzi

Mit der Aufhebung des Kreises Oberengadin (Gebietsreform 2017) bis Ende 2016, wurde die Regionalplanungskommission bereits im Sommer 2015 ohne Ersatz aufgehoben. Die Umweltverbände, sowie der HSES verlieren damit ein direktes Mitspracherecht in der Raumplanung im Oberengadin.

 

5. Rechnung und Revisorenbericht 2014

Andreas Weistanner erklärt den Jahresabschluss

Vermögen am 31. Dezember 2014 CHF 103’327.25

Aufwand  am 31. Dezember 2014  CHF 4’263.85

Einnahmen am 31. Dezember 2014 CHF 9’390.30

Mitgliederzahl per Ende 2014: 171 Mitglieder

Der Bericht des Revisors Etter Jonannes wird persönlich verlesen. Er attestiert dem Kassier und dem Vorstand eine gute und korrekte Arbeit.

Einstimmig wird die Arbeit des Vorstandes und von Andreas Weistanner mit Applaus verdankt.

6. Zusammenarbeit mit der Sektion Bündner Heimatschutz

An der letzten GV 2014 des HSES in Samedan wurde dem Vorstand der Auftrag erteilt, einen Zusammenschluss der beiden Sektionen in Graubünden vorzubereiten.

Kurze Rückblende:

Bereits im Juni 2014 wurde mit Frau Seifert, Geschäftsführerin des Bündner Heimatschutz eine Aussprache geführt (Guggenheim, Tempini, Luzi). Die beiden Sektionen konnten ihre Arbeitsweise darlegen.

Daraufhin trafen sich im Oktober 2014 auf Einladung von Adrian Schmid, Heimatschutz Schweiz, beide Vorstände zu einem regen Austausch in Chur.

Am 2. September 2015 trafen auf Einladung von Frau Guggenheim HSES die verschiedenen Vertreter beider Sektionen in Thusis zu einem Fusionierungs- Gespräch zusammen. Vertreter HSES: Patrizia Guggenheim und Andreas Weistanner, Vertreter Bündner Heimatschutz: Ludmilla Seifert und Claire Pult.

Fazit des Gesprächs ist, es wird keine Fusionierung geben. Man ist bereit, zusammen zu arbeiten, was in den letzten Monaten bereits gut funktioniert hat.

Einstimmige Annahme:

Keine Fusionierung mit der Sektion Bündner Heimatschutz.

7. Wahlen: Ersatzwahlen Vorstand

Herr Angelo Andina ist aus familiären Gründen aus dem Vorstand zurück getreten.

Für die Wahl in den Vorstand stellt sich neu Herr Jürg Wirth aus Lavin zur Verfügung. Herr Wirth wird einstimmig gewählt.

Für eine weitere Amtszeit werden bestätigt:

Patrizia Guggenheim, Bergell

Angelika Luzi, Cinuos-chel

Christoph Rösch, Sent

Ursi Gunziger, Bergell

Andreas Weistanner, Celerina

Varia

Büvetta: Wasser für die Welt

Christoph Rösch berichtet, dass der Verein Pro Büvetta Tarasp gegründet wurde. Sinn des Vereins: Bewahrung der historischen Trinkhalle als wichtige Zeugin der Unterengadiner Kulturgeschichte.

Des Weiteren wird versucht mit den neuen Besitzern des Hotel Palace in Kontakt zu treten um gemeinsame Projekte zu lancieren.

Olympia 2026

Es werden wieder neue/alte Pläne für eine erneute Olympiakanditatur in Graubünden geprüft. Der HSES steht dem ganzen Vorhaben sehr kritisch gegenüber. Die Umweltverbände in Graubünden sehen diese erneute Kanditatur als Zwängerei.

Für das Abendprotokoll

Angelika Luzi

Jahresbericht 2017

Dieses Jahr hat sich der Vorstand zu vier Sitzungen getroffen. Die GV fand am 2. Dezember in Lavin statt. Im Vorstand ergaben sich dieses Jahr keine Veränderungen. Jürg Wirth ist Protokollführer und betreut unsere Website. Andreas Weisstanner bleibt unser langjähriger und bewährter Kassier.

Als Vertreterin des HSES in der Uferschutzkommission St. Moritz musste sich Ursula Gunziger mit mehreren Anfragen und Anliegen zur Gestaltung und Möblierung des Seeufers auseinandersetzen. Die Attraktivität des Ortes veranlasst immer mehr Veranstalter, ihre Produkte hier zu präsentieren. Die mit dem neuen Bahnhof entstandene Carhaltestelle gab viel zu diskutieren, aber eine gute und sichere Lösung ist noch nicht erarbeitet.

Im letzten Jahr haben folgende Projekte und Institutionen eine finanzielle Unterstützung des HSES erhalten: Das Kalkofenprojekt in Sur En da Sent unterstützten wir mit 1500.- Fr., für das Komitee Olympiakritisches Graubünden sprachen wir 1000.- Fr. und an den Verein Gute Bauten Graubünden gingen 1500.- Fr.

Am 9. Juli wurde in Lavin eine Veranstaltung zum Thema Der Einfluss der Landwirtschaft auf die Landschaft durchgeführt. Als Experten sprachen Cordula Seger, Kulturwissenschaftlerin und designierte Leiterin des Instituts für Kulturforschung Graubünden, Thomas Reitmaier, Kantonsarchäologe, Walter Dietl, Botaniker und profunder Kenner des Unterengadins. In einem zweiten Teil der Veranstaltung besuchten wir die Ruinen von Gonda. Der Anlass war trotz schlechtem Wetter sehr gut besucht, es wurde rege zwischen Referenten und Teilnehmern diskutiert.

Die Annäherungsbestrebungen an die Sektion Graubünden gingen nur langsam voran. Es wurde unsererseits eine Synopsis der Statuten der beiden Sektionen erstellt. Wir haben auch mehrere Organisationsmodelle anderer Sektionen analysiert und diskutiert. Konkrete Feedbacks hat uns aber die Sektion Graubünden noch nicht gegeben.

Leider mussten wir uns für die GV der Bündner Sektion entschuldigen. Die damalige Lage in Bondo verhinderte unsere Teilnahme. Wir bleiben aber in regem Kontakt mit unserer Nachbarsektion und ihrem Präsidenten Christof Dietler.

Angelika Luzi und Patrizia Guggenheim nahmen am 4. Oktober an einer Informationsveranstaltung beim Tiefbauamt in Chur zum Projekt „Umfahrung La Punt“ teil. Nachdem mehrere Einsprachen und Stellungnahmen eingegangen waren, wurde das Projekt von 2015 neu überarbeitet. Die Strassenführung wurde in unserem Sinne optimiert, sie passt sich nun eindeutig besser in die Landschaft ein. Das neue Projekt ist sowohl aus landschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht eindeutig optimiert worden.

Am 14. Dezember reichten wir im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung mit der SL-FP, Pro Natura und dem WWF eine kritische Stellungnahme zur Ortsplanungs- Teilrevision des Maloja Palace ein.

Ein Dank geht an den HS Schweiz für seine Unterstützung, an die Vorstandmietglieder für ihr Engagement, an die Revisoren und ganz besonders an die Mitglieder.

P.G. 15.06.2018